Mitgliederversammlung 2011
Geschrieben von: Tiefenboeck Josef   
Montag, den 14. Februar 2011 um 00:00 Uhr

Jahreshauptversammlung 2011 200x92
Am Freitag 11. Februar 2011 fand im Gasthaus Gruber die 2. Jahreshauptversammlung statt.

„Das Gestern erkennen, wenn man das Heute gestalten will“, unter diesem Motto eröffnete Diana Scheibelberger als 1. Vorsitzende des Vereins „Gemeindeentwicklung – Perlesreut gestalten“ die 2. Jahreshauptversammlung im Gasthaus Gruber. 2008 gegründet, hat sich dieser Verbund mit seinen sechs Arbeitsteams, aktuell 84 Mitgliedern, davon 18 Gewerbebetriebe, bestens etabliert. „Do bin i dahoam“, ist ein fast ein Treueschwur, den der Verein in seinem Logo festgeschrieben hat.
(Text: Norbert Peter, PNP 2011-02-15)

Diana Scheibelberger erklärte im Rückblick, in einem Seminar in Bischofsreut habe man sich auf den Weg gemacht, welches Gesicht mittelfristig die Gemeinde Perlesreut bis zum Jahre 2020 tragen soll, kurzfristig in den nächsten Jahren. In Gruppenarbeiten wurden die entsprechenden Weichenstellungen festgelegt, die Hausaufgaben können nun gemacht werden.

Anregungen habe man sich, so Diana Scheibelberger, beim Vereinsausflug nach Schlierbach in Österreich bei der dortigen Spes-Zukunftsakademie geholt unter der Thematik „Gemeinsam Dinge erreichen, die man alleine nicht erzielen kann“. Im Heimatgäu war man unter anderem beim Schmalzlerfest dabei, beim Aktionstag „Bündnis für Familie“, bei den Passionsspielen, beim Christkindlmarkt.

„Kaufkraft ist Gestaltungskraft“, betonte Diana Scheibelberger. Dabei habe der Verein die Funktion von Pionieren und Vordenkern, die Projekte ausarbeiten, die dann vom Gemeinderat auch genehmigt werden müssen.

Über die Finanzen unterrichtete Schatzmeister Heinz Mertens, die Kassenprüfer Daniel Saliger und Alois Maurer stellte eine sorgfältige Buchführung feste, die Entlastung wurde einstimmig erteilt. Dann waren die Berichte der Arbeitsteams aufgerufen.

Für das Team 1 – Vermarktung, Kommunikation-Information – informierte Teamleiter Heinz Mertens über die Erstellung des Logos, den Fragenkatalog an die Bevölkerung, die Informationsmappe. Ein einheitlicher Auftritt wurde entwickelt, eingebettet in die gesamte Entwicklungsphase.

Für das Team 2 – Ortsgestaltung, Verkehr – berichtete Peter Sigl von 22 aktuellen Themen, die behandelt werden. Umgesetzt wurden bereits Maßnahmen am Parkplatz „Oheblick“, Verbesserung am Rad- und Fußweg nach Lindberg, Gestaltungsarbeiten in Marchetsreut. In Planung ist das Aufstellen von Informationstafeln an den Ortseinfahrten, Parkmöglichkeiten für Wohnmobile, Bushaltestelle bei Kirchberg und ein Gehweg neben den Pkw-Parkplätzen am Parkplatz „Oheblick“.

Für das Team 3 – Wirtschaft, Landwirtschaft – erläuterte Petra Friedl, dass das Projekt „Nette Toilette“ gänzlich umgesetzt wurde und in Bayern fast einzigartig ist. Im Umlauf ist bereist eine Einkaufstasche. Hans Wirkert vom gleichen Team führte an, dass man beim Einkauf von Käse auf heimische Produkte schauen sollte. Von der Molkerei „Goldsteig“ stammen die Markenzeichen auf den Packungen mit den Nummer DE BY 210, BY 261 und BY 301, die in einer der Molkereien in Cham, Tittling und Plattling hergestellt werden.

Das Team 4 – Gastronomie und Tourismus – hat eine Themenwoche aufbereitet. Die neue Teamleiterin Astrid Gumminger will weitere Akzente setzen.

Das Team 6 – Veranstaltungen, Märkte – war mit Spielenachmittagen und Lesestunden aktiv.

Für das Tema 6 – Soziales, Ökologie und Bildung – berichtete Josef Tiefenböck aus dem Sitzungen mit den Ergebnissen, dass ein Mitfahrzentrale ins Leben gerufen und der Kalender 2001 gestaltet wurde. Eine Neuauflage für 2012 sei angedacht. In Arbeit seien die Installierung eines Bürgerbusses sowie Maßnahmen im Bereich von Büchern, Lesen.

Für die Koordinationsstelle im Rathaus berichtete Luise Traxinger, bei der die Fäden zusammenlaufen, von den Aktivitäten. Wünschenswert sei, dass sich aus jedem Dorf in der Gemeinde Dorfsprecher finden, die sich um Angelegenheiten annehmen.

Landtagsabgeordneter Alexander Muthmann, als Vorsitzender des Passionsspielvereins Perlesreut auch oft in Perlesreut „dahoam“, anerkannte lobend, „dass vorbildlich gearbeitet und Initiativen entwickelt werden“. Es herrsche die Bereitschaft, sich einzusetzen. Eine Absage erteilte Muthmann den unsäglichen Vorschlägen des Zukunftsrates, die ein Engagement wie in Perlesreut in Frage stellen. „In dieser Hinsicht werde ich die Region im Landtag mit Nachdruck vertreten“, erklärte Muthmann.

 Bürgermeister Manfred Eibl dankte für die aktive Bürgergemeinschaft, die seit der Gründung vor zwei Jahren lebt und sich bestens formiert habe. „Hier wird gehandelt“, betonte Eibl und es hätten sich in anderen Kommunen schon Nachahmer gefunden. In Perlesreut werde an einem Strang gezogen. Damit beginne auch die Zukunft der Gemeinde Perlesreut, denn es gäbe nur zwei Antworten: „Wir schauen der Entwicklung tatenlos zu oder wir schaffen es, mit der Jugend, Senioren, Wirtschaft, Hausbesitzern, einen neuen Weg zu beschreiten. Wir müssen uns aufmachen und das tun wir damit, unsere eigene Zukunft zu gestalten“.

 

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